Betriebsbesichtigung bei Reiter Engineering

Eingetragen bei: Allgemein | 0

Am 19. Oktober 2017 durften die Wirtschaftsjunioren Traunstein die im beschaulichen Kirchanschöring ansässige Firma Reiter Engineering GmbH & Co. KG besichtigen.

Gleich schon bei der Anfahrt auf das Firmengelände fiel das Augenmerk auf die parkenden Fahrzeuge; u.a. die Rennversion eines roten Lamborghini Gallardos. Gleichschon wurden wir von Herrn Johann Reiter, dem Geschäftsführer der Reiter Engineering begrüßt. Dieser erläuterte uns gleich die Unterschiede, zwischen dem Fahrzeug das wir gerade betrachteten, und einer Straßenversion des Fahrzeugs, welche ebenfalls schon über dezente Fahrleistungen verfügte. Erstaunlich war allein die Entwicklungsarbeit, die die Ingenieure in die bloßen Radmuttern schon gelegt haben, um diese auf die notwendige Performance zu trimmen. Das vorgefundene rote Fahrzeug war jedoch keineswegs mehr der Marke mit dem Stier treu geblieben, sondern lediglich noch der Motorblock war original. Alles weitere war modifiziert und optimiert für die Rennstrecke … echte Ingenieurskunst.

Danach durften wir die rund 500 Meter entferne Fertigungshalle besuchen, in der gerade die Mechaniker fleißig die Rennboliden der Marke Lamborghini und KTM generalüberholten. Diese waren erst kürzlich von einem „Einsatz“ zurückgekehrt, und nun wurden die Chassis erst einmal von allem befreit, was nicht Niet- und nagelfest war. Als uns die Türen des hochgebockten schwarzen Gallardos geöffnet wurden, ergab sich sofort ein Einblick in die spartane Ausstattung des Rennfahrzeugs und die Aufwendig konstruierte Luftzufuhr für den Fahrer. Uns wurde erläutert, dass in der Fahrerkabine durchaus 60 °C herrschen können, was insbesondere auch von den Fahrern eine ausgewogene körperliche Fitness erfordere.

Die Ausgestellten KTM X-Bow Rennversionen wurden von uns auch gleich inspiziert und wir durften darin Platznehmen. Maßgeschneidert für den Fahrer, wird hier noch einmal in einem anderen Maßstab gesetzt.

Hohe Entwicklungskosten, viele Versuche auf den Rennstrecken und Leidenschaft zum Maschinenbau sind notwendig, um diese Höchstleistungen zu erbringen. Das dies eine Kernkompetenz in Kirchanschöring ist, wird spätestens mit Blick auf die erfolgreichen Fahrer- bzw. Teamwertungen ersichtlich, welche die zahlreich ausgestellten Pokale belegen.

Schließlich duften wir in der Entwicklungsschmiede einigen Ingenieuren über die Schulter blicken, als diese gerade künftige Projekte bearbeiteten.

Zum Abschluss wurde uns noch der Ablauf eines Rennwochenendes erläutert, welches nicht nur einer ausgefeilten Organisation von Fahrern und Team bedarf.

Bodenhaftung und die notwendige Leidenschaft, gar für diesen Sport „Feuer und Flamme zu sein“ spiegelt sich nicht nur in den Brennkammern der Boliden bzw. am großen Heckspoiler wider, sondern auch, als uns die Historie der Firma und die Aussichten auf die Zukunft erläutert wurden; und das verkörpert für uns die Marke „Reiter“. Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals für die Besichtigung und die Einblicke in ein wohl doch nicht alltägliches Business bedanken.

 

 

Hinterlasse einen Kommentar