Besichtigung Integrierte Leitstelle Traunstein 15.03.2018

Eingetragen bei: Allgemein | 0

Leitfrage des Abends war
“Was passiert, wenn es passiert?”


Am 15.03.2018 besichtigten ca. 20 Mitglieder und Freunde der Wirtschaftsjunioren Traunstein die Integrierte Leitstelle in Traunstein.
Herr Martin Haiker stellte die Integrierte Leitstelle (ILS) Traunstein vor und die Wirtschaftjunioren folgten dem hochinteressanten Vortrag. Die ILS ist Kommunikationszentrum, Schalt- und erste Anlaufstelle im Falle eines Notfalles. Sie koordiniert jeden Einsatz von Rettungsdiensten und Feuerwehren in vier Landkreisen (TS, BGL, AÖ und MÜ).

Das Einzugsgebiet umfasst 500.000 Menschen. Pro Jahr laufen ca. 250.000 Anrufe bei der ILS auf und es werden ca. 80.000 Retungsdienstalarme von der ILS ausgelöst. Durch die Landkreise zieht sich ein Netz von verschiedensten Rettungswachen, Notarztstandorten und Bergrettungswachen. 2017 gab es beispielsweise ca. 43.000 Krankentransporte, ca. 17.000 Notfalleinsätze, ca. 16.000 Notarzteinsätze, ca. 1.300 Rettungshubschraubereinsätze (Christoph 14), ca 1.000 Bergrettungseinsätze und ca. 150 Wasserrettungseinsätze.

Die Mitarbeiter der ILS müssen über eine Doppelausbildung verfügen. Einerseits muss ein sehr fundierte Fachwissen im Rettungswesen und Sanitätswesen vorhanden sein. Zudem ist eine feuerwehrspezifische Ausbildung (mindestens Brandmeister) notwendig. Eine langjährige Tätigkeit im Praxiseinsatz den Rettungs- oder Sanitätswesen sind in der Regel Voraussetzung für die Anstellung bei der ILS. Alle Mitarbeiter werden kontinuierlich geschult.

Die Mitarbeiter der ILS sind die ersten Ansprechpartner und Kontaktpersonen bei der Wahl der Notrufnummer 112. Sie versuchen mit Ihrer Ausbildung und den vorhandenen, modernsten Systemen den in Not geratenen Menschen so schnell wie möglich Hilfe zukommen zu lassen. Oberste Prämisse ist es Menschenleben zu retten! Dies gilt für einen vermeintlich kleinen Notfall ebenso wie für einen Großeinsatz mit vielen Betroffenen.

Mit viel Geschick, Ruhe und Professionialität wird versucht dem Anrufer einen ruhenden Pol zu bieten, um an die für einen Rettungseinsatz relevanten Informationen zu kommen. In der Regel werden die ersten Rettungsdienste parallel zum Anruf bereits auf den Weg zum Verunfallten geschickt. Nach einem hochinteressanten Vortrag und großen Interesse seitens der Wirtschaftsjunioren Traunstein, wurde dann noch das Herzstück der ILS besichtigt.

Vielen herzlichen Dank für die Besichtigung und die hervorragende Darstellung der ILS!

Text & Fotos: Ralf Raacke

 

 

 

Hinterlasse einen Kommentar