Besichtigung Heizkraftwerk Salzburg Mitte

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Unser Mitglied Martin Gregor ist Projektleiter und Bauaufsicht der Salzburg AG im Bereich Fernwärmenetze.
Er hat uns angeboten, einen Einblick in seine tägliche Arbeit zu bekommen. Diese außergewöhnliche Chance wollten wir Wirtschaftsjunioren uns natürlich nicht entgehen lassen.

Das Heizkraftwerk Salzburg Mitte ist ein Fernwärmekraftwerk und ein Kraftwerk zur Stromerzeugung. Es steht am Rande der Salzburger Altstadt im Stadtteil Elisabeth-Vorstadt, direkt an der Salzach. Verbunden im Areal ist das Umspannwerk Salzburg Mitte. Das Kraftwerk zeichnet sich durch eine Ausnahmearchitektur aus, weil es sich in der Pufferzone des UNESCO-Welterbes Historisches Zentrum der Stadt Salzburg befindet.
Des Nachts wird das Fernheizwerk seit 2009 blau erleuchtet, eine Installation des Salzburger Lichtdesigners Herward Dunkel  

Nach dem Empfang im Heizkraftwerk hat uns Martins Kollege Burghard Roider in die technischen und geographischen Merkmale der Stadt Salzburg mit den besonderen Herausforderungen eingewiesen.
Ebenso bekamen wir eine ausführliche Nachhilfestunde in Physik und Chemie. Das Heizkraftwerk versorgt 34.000 Haushalte mit Strom und 27.000 weitere mit Wärme, insbesondere aber auch die Landeskrankenanstalten Salzburg.
Für die Kühlung werden etwa 3000 Kubikmeter Salzachwasser stündlich entnommen, und aus naturschutzrechtlichen Gründen mit höchstens 10 Grad mehr als bei der Entnahme wieder rückgespeist.

Nun wurden wir mit Schutzhelmen ausgestattet und durften das Heizkraftwerk besichtigen. Die Schalt- und Überwachungszentrale sieht ähnlich beeindruckend aus wie eine Schaltzentrale der NASA. Hier wird rund um die Uhr gearbeitet und überwacht.

Einer der nächsten Höhepunkte war nun das durchschreiten des Salzachdükers. Einige hundert Meter lang gingen wir unter der Salzach hindurch und kamen zur Überraschung einger Fußgänger aus einer Litfaßsäule auf der anderen Flussseite wieder heraus.

Danach hatten wir noch die Möglichkeit den historischen Imbergstollen zentral in Salzburg entlang der Salzach zu begehen. Hier stiegen wir am Hotel Sacher, mitten in der Innenstadt umgeben von vielen Touristen, in die Tiefe und kamen nach rund 2 Kilometer am Rande eines befahrenen Kreisverkehrs wieder an die Oberfläche.Nach diesem langen Marsch hatten wir nun genug Hunger, Durst und Gesprächsthemen, weshalb wir abschliessend noch im Gathaus Moosleitner in Freilassing eingekehrt sind. Wieder einmal konnten wir Wirtschaftsjunioren unser Netzwerk nutzen um eine Besichtigung zu bekommen, die normalerweise nur sehr schwierig zu bekommen ist.

 

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